Es gibt Momente in der Geschichte eines Automobilherstellers, die markieren nicht nur ein neues Modelljahr, sondern einen kompletten Paradigmenwechsel. Der Frühling 2025 ging als ein solcher Moment in die Geschichte von Suzuki ein. Mit dem eVitara betritt der japanische Kompakt-Spezialist die Bühne der vollelektrischen Mobilität. Doch warum hat es so lange gedauert? Und warum ist genau jetzt der perfekte Zeitpunkt für dieses Auto? Wir nehmen den wichtigsten Suzuki des Jahrzehnts unter die Lupe.
Die Automobilwelt wandelt sich rasant. Wer heute durch Niederuzwil, St. Gallen oder Zürich fährt, sieht sie überall: Elektroautos. Sie sind längst keine Exoten mehr, sondern Teil unseres Alltags. Doch viele langjährige Suzuki-Fahrer standen bisher vor einem Dilemma. Sie schätzen die Robustheit, die Zuverlässigkeit und das unschlagbare Preis-Leistungs-Verhältnis ihrer Vitara, S-Cross oder Swift Modelle. Aber wenn der Wunsch nach einem reinen Elektroauto aufkam, mussten sie die Marke wechseln – oft zu Modellen, die entweder zu teuer, zu gross oder zu futuristisch-verspielt waren.
Dieses Warten hat nun ein Ende. Der Suzuki eVitara ist da. Und er ist gekommen, um zu bleiben.
Warum Suzuki gewartet hat: Die Philosophie des «Genba»
Manche Kritiker mögen sagen, Suzuki sei spät dran. Wir bei der Garage Brüllhardt sehen das anders. Suzuki folgt der japanischen Philosophie des Genba – der Ort, an dem die Realität stattfindet. Man entwickelt nichts am Reissbrett, das in der Praxis nicht zu 100% besteht. Suzuki wollte kein «Compliance Car» bauen, nur um CO₂-Vorgaben zu erfüllen. Sie wollten einen echten Suzuki bauen, der elektrisch fährt und auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten ist – auch in der Ostschweiz passt er perfekt…
Das bedeutete: Das Auto muss robust sein. Es muss bezahlbar sein. Es muss im Schweizer Winter funktionieren. Und vor allem: Es muss langlebig sein. Erst als die Batterietechnologie und die Plattform-Effizienz diesen hohen Standards entsprachen, gab Suzuki grünes Licht für den eVitara. Das Ergebnis ist ein Fahrzeug, das nicht wie ein Experiment wirkt, sondern wie ein ausgereifter Begleiter für die nächsten 15 Jahre.
Das Design: Ein Fels in der Brandung
Wenn Sie den eVitara zum ersten Mal sehen, werden Sie feststellen: Er versucht nicht krampfhaft, wie ein grosses SUV auszusehen. Er steht einfach selbstbewusst auf der Strasse.
Die Aussenmasse: Perfekt für die Ostschweiz
Mit einer Länge von rund 4,30 Metern trifft er genau den «Sweet Spot» des Schweizer Automarktes. Genau diese Grösse suchen alle.
- Zu gross? Nein. Er passt in jedes Standard-Parkfeld der St. Galler Shopping Arena und lässt sich problemlos durch die engen Gassen von Appenzell manövrieren.
- Zu klein? Keineswegs. Durch den langen Radstand – ein Vorteil der reinen Elektro-Plattform, bei der die Räder weit an die Ecken gerückt sind – bietet er innen Platzverhältnisse, die man sonst eher aus der Mittelklasse kennt.
Die Optik: «High-Tech & Adventure»
Die Frontpartie ist geschlossen, was aerodynamisch sinnvoll ist, aber durch markante Sicken und Kanten wirkt sie nicht glattgebügelt. Die LED-Lichtsignatur ist aggressiv, aber freundlich. Besonders hervorzuheben sind die robusten Radläufe und die grossen Räder (bis zu 19 Zoll im Top-Modell), die signalisieren: «Ich kann auch mal einen Feldweg im Toggenburg vertragen.» Es ist diese Mischung aus urbaner Eleganz und ländlicher Hemdsärmeligkeit, die den Vitara schon immer ausgezeichnet hat – der eVitara führt diese Tradition nahtlos fort.
Der Innenraum: Ihr neues zweites Wohnzimmer
Steigen wir ein. Das erste, was auffällt, ist die Ruhe. Die Türen fallen mit einem satten Geräusch ins Schloss – ein Zeichen für hohe Verarbeitungsqualität und gute Dämmung.
Das digitale Erlebnis
Suzuki hat das Cockpit komplett neu gedacht, ohne die Bedienbarkeit zu opfern. Ja, es gibt Bildschirme. Ein grosses Display für den Fahrer und ein zentraler 9 bis 10 Zoll Touchscreen dominieren das Armaturenbrett. Aber – und das ist entscheidend – Suzuki hat verstanden, dass man während der Fahrt nicht durch drei Untermenüs wischen will, um die Temperatur zu ändern. Die Ergonomie steht an erster Stelle.
Das System integriert Apple CarPlay und Android Auto kabellos. Das bedeutet, Ihre gewohnte Umgebung – sei es Google Maps, Spotify oder WhatsApp – ist sofort da, sobald Sie einsteigen.
Platz für den Alltag
Der Kofferraum ist oft die Achillesferse von Elektroautos, da Batterien Platz brauchen. Nicht so beim eVitara. Mit 350 bis 400 Litern Basisvolumen schluckt er den Wocheneinkauf einer vierköpfigen Familie problemlos. Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Es ist Samstagmorgen. Sie fahren zum Baumarkt, danach zum Wocheneinkauf und am Nachmittag holen Sie die Kinder vom Fussballtraining ab. Der variable Ladeboden und die umklappbaren Rücksitze (60:40) machen den eVitara zum Verwandlungskünstler. Selbst der Ausflug zu IKEA ist kein Schrecken mehr, denn bei umgeklappten Sitzen entstehen über 1.000 Liter Stauraum mit einer fast ebenen Ladefläche.
Überblick: Varianten, Technik & Preise
Suzuki Schweiz bietet ein transparentes Line-up. Hier finden Sie alle technischen Daten und Preise auf einen Blick, damit Sie die richtige Wahl treffen können.
| Modell-Variante | Batterie & Reichweite (WLTP) | Antrieb & Leistung | Preis ab (CHF)* |
|---|---|---|---|
| eVitara Comfort | 49 kWh (LFP) / 400 km | Heckantrieb / 144 PS (106 kW) | 34’900.– |
| eVitara Comfort+ | 49 kWh (LFP) / 400 km | Heckantrieb / 144 PS (106 kW) | 37’900.– |
| eVitara Comfort+ ALLGRIP-e | 61 kWh (NMC) / 500 km | Allrad (AWD) / 184 PS (135 kW) | 40’900.– |
| eVitara Top ALLGRIP-e | 61 kWh (NMC) / 500 km | Allrad (AWD) / 184 PS (135 kW) | 43’900.– |
*Geschätzte Preise Stand November 2024. Verbindliche Preise bei Marktstart.
Welcher ist der richtige für Sie?
- Der Einsteiger: eVitara Comfort Lassen Sie sich vom Namen «Einsteiger» nicht täuschen. In der Welt der Verbrenner wäre dies bereits eine «Highline»-Ausstattung.
- Zielgruppe: Pendler, Zweitwagen-Nutzer, Stadtbewohner.
- Das bietet er: Klimaautomatik, LED-Scheinwerfer, das volle Sicherheitspaket (Notbremsassistent, Spurhalter etc.).
- Der Bestseller: eVitara Comfort+ Dies ist die Version, die wir bei Garage Brüllhardt wohl am häufigsten ausliefern werden.
- Die Highlights: Sitzheizung und – ganz wichtig für den Schweizer Winter – Lenkradheizung. Dazu kommen optische Highlights wie getönte Scheiben und hochwertigere Materialien im Innenraum.
- Das Winter-Argument: Hier haben Sie die Möglichkeit, die Wärmepumpe zu konfigurieren. Diese Technologie ist in unserer Klimazone Gold wert, da sie die Reichweite im Winter stabil hält.
- Das Flaggschiff: eVitara Top ALLGRIP-e Hier zeigt Suzuki, was technisch möglich ist.
- Die Technik: Grosse 61 kWh Batterie (500 km Reichweite) gepaart mit dem revolutionären elektrischen Allradantrieb.
- Der Luxus: Panoramadach, Premium-Soundsystem, 360-Grad-Kamera, Head-up-Display.
Die finanzielle Wahrheit: Warum der eVitara günstiger ist als Sie denken
Viele Kunden schrecken zunächst vor dem höheren Anschaffungspreis eines Elektroautos zurück. «Ein Vitara für über 40’000 Franken?» hören wir manchmal. Doch diese Betrachtung ist zu kurzfristig. Lassen Sie uns die Total Cost of Ownership (TCO) – also die Gesamtkosten über 5 Jahre – analysieren.
Rechnung 1: Die «Treibstoff»-Kosten
Ein vergleichbarer Benzin-SUV verbraucht im Schnitt 6,5 Liter auf 100 km. Bei einem Benzinpreis von CHF 1.80 rechnet sich das bei 15’000 km im Jahr auf ca. CHF 1’755. Der eVitara verbraucht ca. 16 kWh auf 100 km. Wer zu Hause lädt (ca. CHF 0.25/kWh), zahlt für die gleiche Strecke nur CHF 600. Ersparnis pro Jahr: CHF 1’155. Über 5 Jahre sind das fast CHF 6’000.
Rechnung 2: Wartung & Verschleiss
Ein Elektromotor ist simpel. Er hat keine Zündkerzen, keinen Zahnriemen, keinen Auspuff, keine Kupplung, kein Getriebeöl. Die Bremsen halten dank Rekuperation (Bremsen durch den E-Motor) oft doppelt so lange. Erfahrungswerte zeigen: Die Wartungskosten sinken um ca. 35-50%. Das sind weitere CHF 300-400 Ersparnis pro Jahr. Über fünf Jahre sind das rund CHF 1500 – 2000.
Fahrprofile: Ist der eVitara etwas für MICH?
Wir hören oft Sorgen bezüglich der Reichweite. Lassen Sie uns drei typische Schweizer Profile durchspielen.
Profil A: Der Pendler (Uzwil – St. Gallen) Sie fahren täglich 20 km hin und 20 km zurück. Dazu Einkaufen und Hobbys. Wochenstrecke: ca. 300 km.
- Mit dem eVitara: Sie müssen im Sommer nur einmal pro Woche laden. Im Winter vielleicht zweimal, um sicher zu sein. Wenn Sie eine Wallbox zu Hause haben, stecken Sie das Auto einfach jeden zweiten Abend an. Sie starten jeden Morgen mit einem «vollen Tank». Tankstellenbesuche? Geschichte.
Profil B: Der Aussendienstler (Ostschweiz) Sie besuchen Kunden von Thurgau bis Graubünden. Tagesstrecke oft 200-300 km.
- Mit dem eVitara: Selbst die kleine Batterie (49 kWh) schafft das im Sommer problemlos. Im Winter nutzen Sie während der Mittagspause oder einem Kundentermin einen Schnelllader. Nach 30 Minuten ist das Auto wieder bei 80%. Mit der grossen 61 kWh Batterie haben Sie ohnehin genug Reserve.
Profil C: Der Abenteurer (Wochenende in den Bergen) Skifahren in Laax oder Wandern im Säntis-Gebiet..
- Mit dem eVitara: Die Anreise ist ein Genuss dank des leisen Antriebs. Am Berg spielt der elektrische Allrad seine Stärke aus (mehr dazu im Technik-Blogartikel). Dank der hohen Rekuperation gewinnen Sie beim Bergabfahren sogar Energie zurück. Die Fahrt von der Schwägalp hinunter nach Urnäsch oder Nesslau lädt Ihre Batterie wieder auf – «Gratis-Treibstoff» durch Schwerkraft.
Verfügbarkeit und der «Run» auf die ersten Modelle
Die Nachfrage ist riesig. Nicht nur bei uns, sondern in ganz Europa. Die Kontingente für die Schweiz sind für das erste Jahr begrenzt. Die globale Lieferkette hat sich zwar erholt, aber neue Modelle – besonders so attraktive – sind am Anfang oft schnell vergriffen.
Wer im Sommer 2026 elektrisch fahren will, sollte nicht bis zum Frühling warten. Bei Garage Brüllhardt kann direkt bestellt werden.
Jetzt zur Probefahrt anmelden…
Fazit: Die Zukunft ist orange (oder blau, oder weiss…)
Der Suzuki eVitara ist mehr als nur ein weiteres E-Auto. Er ist der Beweis, dass Elektromobilität in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Er ist nicht elitär, er ist nicht unnötig kompliziert. Er ist ein praktischer, robuster und gutaussehender Begleiter, der zufällig die beste und sauberste Antriebsart nutzt, die wir heute haben.
Für die Garage Brüllhardt ist es eine Ehre, dieses Kapitel gemeinsam mit Ihnen aufzuschlagen. Jetzt fehlen nur noch Sie.
Kommen Sie vorbei, lassen Sie uns bei einem Kaffee über Ihre Fahrgewohnheiten sprechen und wir finden heraus, ob und welcher eVitara in Ihr Leben passt. Die Zukunft beginnt jetzt – steigen Sie ein. Ihre Garage Brüllhardt in Niederuzwil.


